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#01 – “Is it love” Kurzfilm

Nach langer Arbeit und viel Mühe haben wir gestern endlich unseren neuen Kurzfilm “Is it Love” veröffentlicht. An diesem Kurzfilm haben wir seit Mitte Juni gearbeitet.

Die Vorlage der Geschichte kam von Joschua Biedermann und Johannes von Stryk und obwohl diese Art der Geschichte nicht sehr typisch für die Wolfbrothers ist, haben wir beschlossen sie zu verfilmen. Gedreht wurde bereits im Juli diesen Jahres, kurz vor dem mündlichen Abitur. Dabei sind unsere beiden Hauptdarstellerinnen Lina Sindlinger und Leoni Haarbach wirklich aufs Ganze gegangen. Von Mordgedanken über Trauer, bis zum Ertrinken in der Badewanne haben die beiden ihr schauspielerisches Können bewiesen.

Am ersten Drehtag haben wir mit der großen Hausparty begonnen. Mit so vielen Leuten an einem Dreh ist es immer besonders lustig, aber auch unvorhersehbar. Daher ging der Dreh im Endeffekt etwa eine Stunde länger als geplant und damit bis nach Mitternacht. Um die Party möglichst realistisch darzustellen, haben wir alle Mitwirkenden bereits im Vorhinein damit beauftragt, viel leere Alkoholflaschen und andere Partygegenstände, wie Luftballons und Geschenke mitzubringen. Während des Drehs sind immer wieder Leute vor der Kamera vorbeigelaufen, damit im Film die Atmosphäre einer großen Party verstärkt wird. Oftmals kommt es bei einem Dreh mit so vielen Leuten auch vor, dass es spontane Ideen gibt, die wir dann vor Ort ausprobieren und drehen. So kam es, dass wir mithilfe eines blauen Luftballons und eines Lichtpanels das Blaulicht eines Rettungswagens darstellten. Dabei stand Lukas Höhn draußen vor der Tür und schaltete das Licht hinter dem Luftballon im Rhythmus eines Rettungswagens an und aus. Solche Feinheiten, die der Zuschauer im Film nur unterbewusst wahrnimmt, lassen ihn erst wirklich realistisch wirken.

Der Höhepunkt des zweiten Drehtags, an dem wir die Aufnahmen in Lucys und Maikes Zimmer und die Todesszene im Bad aufgenommen haben, war, als Lucy ihre Freundin Maike in der Badewanne ertränken sollte. Leoni musste sich dafür angezogen in die Badewanne legen, wobei natürlich sämtliche Klamotten, mit Ausnahme der Socken, von denen sie kein Wechselpaar dabei hatte, nass wurden. Um es ihr so angenehm wie möglich zu machen, haben wir lauwarmes Wasser einfließen lassen und uns mit dem Dreh beeilt. Da wir die Szene am Tag gedreht haben, sie aber eigentlich Nachts spielt, haben wir sämtliche Fenster mit Handtüchern abgedunkelt. 

Am dritten Drehtag wurden die beiden Beerdigungsszenen und Lucys Traum gedreht. Bei Außenaufnahmen ist man immer abhängig vom Wetter und den Lichtverhältnissen und an diesem Tag war das Wetter glücklicherweise sehr schön. Erst wurde die Beerdigung von Lucys Onkel Tim Heck gedreht, bei dem Sie den fremden Jungen das erste Mal sieht und sich augenblicklich in ihn verliebt. Damit auch die Beerdigung realistisch aussieht, hat Helmut Wolf, der den Pfarrer spielt, extra eine originale Pfarrerrobe ausgeliehen und einen Bibeltext passend zur Beerdigung vorbereitet. Beim Drehen der Traumszene ist Paul Fräntzki mit der Tonangel im Baum hängengeblieben und die dadurch herunterfallenden Blätter haben die Szene besonders romantisch aussehen lassen, weshalb wir dies beim erneuten Drehen der Szene dann absichtlich wiederholt haben.

Viele dieser lustigen Momente sind im Behind the Scenes von Ruben Schmehl zu sehen, der an jedem Drehtag hinter den Kulissen gefilmt und diese Aufnahmen dann zum fertigen BTS geschnitten hat.

Nach dem Dreh haben wir das Projekt erst ein Mal zwei Monate ruhen lassen. In der Zeit sind die zwei Travel Vibes aus den USA und Thailand entstanden. Anschließend ging es an die Post-Produktion, die sich länger als geplant erstreckte. Wir waren dabei viel mit Johannes von Stryk in Kontakt, der die Musik für diesen Kurzfilm komponierte. Die Musik ist, passend zum Kurzfilm, skurril und doch berührend, wofür wir Johannes sehr dankbar sind.

Der Kurzfilm, der im Gegensatz zu unseren bisherigen Projekten keine Message vermitteln soll, sondern als eine Art Psychothriller pures Entertainment ist, hat uns viel Spaß gemacht und wir hoffen daher, dass er dem Zuschauer genauso gefällt.

Hier geht's zum Kurzfilm und hier zum BTS.